Dieses Internet

—18.05.2010

Ich musste so stark und plötzlich niesen, dass mir der Kopf brummte, nachdem alles raus geschossen war. Benommen und verwirrt hockte ich eine ganze Weile da, mir nicht sicher, noch am Leben zu sein. Schnell beschlich mich die Befürchtung, dass sicherlich auch einige wichtige Gedanken rausgeflogen sein könnten; Wörter und Erinnerungen. Darunter das Fachwort für Vetternwirtschaft. Vergessen. Die Weltformel: eben noch da! Die vielen Namen von den vielen Leuten: alle weg. Keine Ahnung. Ich bin Homer mit Stift im Hirn. Und wie spät ist es eigentlich? Dienstag? Schon?! Fuck.

Völlig übermüdet (und überbewertet) saß ich wieder ganz hinten im toten Winkel und dachte über das kommende Mittagessen nach, ich würde mir wohl einen Käse-Bagel holen, beschloss ich. Vorne baute sich jemand auf, um ein Referat zu halten. Wie in der Schule. Auch vom Niveau her. Ich gähnte und die neben mir – total süß – ebenfalls. Der Vortrag begann, ich rief E-Mails mit meinem Mobiltelefon ab und freute mich über eine Nachricht von Amazon: Man habe meine Bestellung verschickt. Meine Laune stieg angesichts dieser frohen Botschaft sofort an. Böse schauten mich die militanten Antikapitalisten an, die meine Gedanken und Mails mitlesen, warum auch immer. Ist mir nicht so ganz klar, was sie bezwecken: Ob sie meine Entführung planen? Wohl kaum. Ein Opfer für einen solchen Plan wäre dieser Kommilitone von mir, den ich gestern dabei erwischte, wie er in (seinen) BMW stieg.
    «Im SPIEGEL stand neulich, wie man ein Auto erfolgreich in Brand setzt: Vier brennende Grillanzünder auf die Reifen legen.»
    «Die BILD-Zeitung der Studenten.»
    «Der Vorteil ist, dass man in Ruhe weggehen kann, ehe das Fahrzeug in Flammen steht.»
    «Ja, stimmt. Aber ich grille lieber.»
Plötzlich wird alles jäh unterbrochen, denn die Referentin vorne fordert allen Ernstes das Männchen auf, was von ihrer Folie (PowerPoint) vorzulesen.
    «Kannst du das mal vorlesen?»
Das Männchen schaut das Mädchen an und sagt: «Ich denke gar nicht daran.»
    «Was?»
Großartig, wirklich, also mal ehrlich! Ist alles auf Englisch. Hat sie aber selber Schuld, ist ja ihr Vortrag. Soll sie den Scheiß selber vorlesen, klar. Also liest sie das alles vor, es geht weiter, es geht auch um Webseiten. Und wie sie das alles benennt und betont – man weiß sofort, dass sie keine Ahnung davon hat, von diesem «Internet».
Hier ist immer von diesem Internet die Rede. Wo kriege ich das denn? Kann ich das in meinem Fernseher sehen? Im Radio? Auf dieser Ebene bewegen wir uns da. Das sind so Leute, die ausschließlich über Social Networks kommunizieren und dir (und mir) auch diese scheußlichen Kettenbriefe o.ä. (Spam) zukommen lassen. Neulich rotzte mir da jemand folgende Rührseligkeit hin: «Mein Wunsch für 2010 besteht darin, dass die Menschen verstehen, dass Kinder mit einer Behinderung keine Krankheit haben. [...] 93% der Menschen werden diese Meldung nicht kopieren und als Statusmeldung verwenden.» Nun, ich klickte auf «Entfernen», einer meiner Lieblingsbuttons auf dieser Plattform.
Neulich hatte ich es eilig und eilte durch die endlos langen Flure der Universität, als plötzlich ein Rollstuhlfahrer aus einer Tür auftauchte und sich vor mich setzte und in gemächlichem Tempo vor mir her zuckelte. Beeil dich, los, fahr, dachte ich wütend und gereizt. Und warum hatte ich es da schon wieder eilig? Keine Ahnung. Vergessen. Alles weg.
    Nepotismus!

Unsterblich

—13.05.2010

Obwohl wir es nicht eilig haben, oder vielleicht, weil wir es eilig haben, sind wir schnellen Schrittes die Treppe runter, in den Untergrund. Da steht die Bahn, die Türen sind schon zu, doch sie fährt nicht, wir kommen näher und ich drücke diesen Knopf, als würde ich an einer Haustür klingeln. In diesem Moment setzt sich der silberne schwere Körper in Bewegung, die U-Bahn nimmt allmählich an Fahrt auf. Uns ist das Recht, warten wir eben die paar Minuten auf die nächste, unterhalten uns noch, was auch immer. Aus einer Laune recke ich die Faust, als würde ich ernsthaft erbost sein, dass die Bahn vor unserer Nase davonfährt.
    «Sei verdammt, Unhold, bis ins elfte Glied, spüre meinen Zorn!»
Bahn- und Busfahrer können Sadisten sein, fahren los, obwohl im strömenden Regen noch Menschen angelaufen kommen, weinend und blutend, mitwollend. Doch keine Gnade, der nächste Bus kommt ja in zwei Stunden, das ist doch nichts, Zeit ist relativ, und unter den Bäumen wird man auch nicht ganz so nass. Lachend tritt der Fahrer aufs Gas und düst davon. Und wir drinnen lachen mit, sind Komplizen und einmal mehr froh, nicht draußen stehen zu müssen. Es muss wie damals sein, als die jüdischen Nachbarn plötzlich verschwunden waren und man sich am Mobiliar vergreifen konnte. Als guter Deutscher war man doch sicherlich erleichtert, dass die düsteren SS-Schergen mit ihren schmierigen Stiefeln nicht den eigenen Teppich ruiniert haben.
    «Wir haben doch nichts gewusst!»
An diesem Abend aber war es anders. Der Bahnfahrer muss meine geschwindelte wütende Geste gesehen haben, die Bahn bleibt plötzlich stehen, die Türen gleiten auf. Ich bin Gott, ich spüre die Macht, ich bin unsterblich! Ungläubiges Staunen bei denen, die mit uns ankamen, das hat es so auch noch nie gegeben. Wir steigen zu.

Draußen ist inzwischen wieder Herbst, der Frühling entfiel, der Sommer gleich mit und nun regnet es und ich friere. In der Bahn stehend sehe ich sitzend J.; ich zögere kurz, hocke mich dann aber doch zu ihr und wir reden ein wenig.
    «Kaugummi?», fragt sie plötzlich und hält mir eine Packung Wrigley’s Extras hin. Habe ich Mundgeruch? Nein, unmöglich, habe ich doch eben erst ein Kaugummi gekaut, aus Langeweile, und Zwiebeln hatte ich auch keine, ebenso wenig wie Knoblauch. Kann sein, dass mir etwas Blut in den Mundwinkeln klebt, aber das riecht nicht.
    «Danke, aber ich hatte heute schon drei», sage ich, als redete ich von Bier oder Schnaps. «Dein wievieltes ist das heute? Ich meine, es ist gerade einmal, was? Zehn Uhr!»
Urkomisch, denke ich, aber sie versteht das offenbar alles nicht so recht und ich quassele noch ein bisschen und dann geht sie einen anderen Weg. Komische Person, aber hübsch.
    «Ist das die Tennisspielerin?»
    «Ja. Ich hab hier ihr förmliches Schreiben vorliegen.»
(Liest vor:)
    «Wir können gerne mal einen Kaffee trinken gehen. Aber im Moment habe ich total viel Stress.»
    «Die Leute sterben alle noch, weil sie so viel Stress haben!»
    «Dann kriegt man im Restaurant schneller einen Platz. Oder im Bus. Und im Supermarkt ist es auch nicht mehr so voll. Und das Reservieren wird überflüssig! Freund, ich kann nur Hoffnung machen auf diese wunderbare Welt!»
    «Da müssten aber hauptsächlich die Männer sterben.»
    «Ganz klar!»
    «Dann wird’s gut.»

Töten und Spalten

—10.05.2010

Beim Versuch in die Bahn zu gelangen: Ein Mann mit langen Haaren und knittrigem Anzug will irgendwas wissen von mir, ich versteh aber nichts, höre Musik, wie jeder hier, reiße mir die Stöpsel aus den Gehörgängen und frage nach: Was willst du denn? Er rotzt mir komische Laute entgegen, es ähnelt keinem der Wörter und Redewendungen, die in meinem Kopf gespeichert sind, ich kann ihm nicht helfen. Ein dicker Türke steht plötzlich da, er trägt einen engen blauen Pullover, etwas speckig und verwaschen. Er weiß, was der Yuppie-Hippie will, und antwortet, dann steigen endlich alle ein und es geht los, weiter, wie auch immer. Steige Minuten später wieder aus, treffe eine Kommilitonin, die ich lange nicht mehr gesehen habe, ein viel angenehmeres Gespräch als diese merkwürdigen Bahnkonversationen mit Fremden.

Am Wochenende lag die Innenstadt in Schutt und Asche, laute Fußballfans stampften umher, sangen, gröhlten und soffen, weil ihr Verein nicht absteigen wird, das reicht hier aus, um völlig abzugehen, alles zu vergessen – sich selbst am schnellsten. In der Bahn saß eine Punkerin mit billigem Flaschenbier, wir redeten kurz. Sie freue sich schon auf das Spiel gegen St. Pauli, da würde sie dann auf jeden Fall ins Stadion. Zum Abschied reicht sie mir die Hand, hau rein. Weiter vorne hustet jemand feucht, da kommt richtig was aus den Bronchien geschossen, minutenlang, Schwälle von Speichel, Bröckeln und kleinen Fleischfetzen.

Angekommen, nun sitze ich in einer Vorlesung über Afrika, die Dozentin trägt etwas zum Jihad in Nordnigeria vor, 18./19. Jahrhundert. Alle heißen Mohamed, es wird viel gekämpft, gesiegt, missioniert und belagert. Usman hier, Mohamed da, all der Aufwand für den einen Gott, all der Krach, das Töten, das Spalten.
Am gelben Briefkasten draußen klebt ein Hinweis an die Studenten, dass die Post teamfähige und körperlich gesunde Menschen zur Austragung von Briefen und Paketen sucht. Könnte sich nun also mein heimlicher Traum, Briefträger zu werden, doch noch erfüllen? [...]

Schlachtfest

—07.05.2010

Als armer Student und Co-Autor kann ich mir auf Recherchereisen kein eigenes Hotelzimmer leisten und teile es mir stattdessen oft mit Meyer, der als Fotograf mehr oder minder erfolgreich seine Brötchen verdient. (Das ist wörtlich zu nehmen.) Seine Gesellschaft kann anstrengend sein, besonders, wenn er sich ein Mädchen angelacht hat. Meistens sind das irgendwelche billigen Nutten, die er nicht teilen will. (Nur selten hocken verstörte ängstliche Stricher vom Bahnhof auf der Bettkante.)
Es kommt also vor, dass ich im Flur des Hotels auf dem Boden hocke und Snickers aus Automaten esse und warte. Wenn mir das zu lange dauert, finde ich oft zusammengerollt in Blumentöpfen eine ruhige Zuflucht und zumeist sogar etwas Schlaf. Ich selbst bin vorsichtig, was den organisierten Beischlaf im Ausland betrifft, habe ich doch die schlechten Noten der Stiftung Warentest im Hinterkopf, wenn ich an den zahlreichen verbrauchten Körpern, die sich mir anbieten, vorbeischlendre, während Meyer keine Skrupel oder Bedenken hat und schnell noch Scheine aus dem Geldautomaten zieht, um sich auch etwas Analsex leisten zu können. (Ich habe es ihm gerichtlich verbieten lassen, mich nach finanzieller Unterstützung zu fragen.) Es sind aufregende, und gefährliche Zeiten; aber besser als zu kämpfen, an der Front, in fremden Kriegen.

Es sind Zustände, die kaum zu ertragen sind, aber nur kurz andauern, ein Woche, vielleicht zwei

In Restaurants und in billigen Spelunken sondiere ich die Umgebung und frage mich, ob dieser Ort mir Gelegenheit böte, in Ruhe kacken zu gehen. Denn im Hotel, in diesem kleinen Kabuff mit kleinem Bad – dazu noch ohne Fenster -, will ich nicht. Meyer im Nebenraum sitzend, zwischen uns pappdünne Wände; und ich in diesem befliesten Raum, im Durchfall mich erleichternd? Niemals! Der Fernseher dröhnt, Meyer ist besoffen und liegt auf dem Boden, jaulend, schluchtzend. Wein sickert in den Teppich: besoffene Fasern, Viren, Bakterien. Es sind Zustände, die kaum zu ertragen sind, aber nur kurz andauern, ein Woche, vielleicht zwei; dann trennen sich unsere Wege wieder und ich habe ein eigenes Bad, ein eigenes Bett und all das, was ich sonst nicht so recht zu schätzen weiß, besonders, wenn ich der Einzige bin, der daliegt, grübelnd und hoffend, aber passiv und wartend.
    «Verbaler Nachklapp!», schreit Meyer viel zu laut. «Zeit fürs Abendessen!»

Es sind fünfzig Euro aufgetaucht, die wir schnell in die hiesige Währung eingetauscht haben. Es wird uns ein üppiges Festmahl erlauben.
    «Von allem was und zwar reichlich», bestellt Meyer großkotzig und wenig später tragen sie Schüsseln, Teller und überlaufende Bottiche an den Tisch, der sich biegt.
    «Wir werden auf Tage gesättigt sein», vermute ich und beiße in einen herrlich saftigen Schafskopf. Stunden vergehen, wir kauen und mampfen. Überfressen und voll lasse ich mich zu Boden gehen, zu keiner Regung mehr fähig. Mayday, Mayday. Tage vergehen, draußen geht das Leben weiter, Sonnenauf-, Sonnenuntergang. Sind es Wochen oder Monate, die vergangen sind? Bärte sind uns gewachsen, lange Haare und ein muffiger Geruch. Der Ort ist perfekt.
    «Ich geh kacken», verspreche ich, stehe auf, die Wampe haltend. Eine Mordsanstrengung. Ein Kampf.
Ich sitze da und lese ein bisschen in meinem kleinen Reiseführer, um mich wenigstens ein bisschen wie ein Tourist zu fühlen, als jemand in die Toiletten poltert, kichernd, liebend. Sie dringen in die Nebenkabine ein, ficken heftig und laut, stöhnen, schreien. Wie soll einem hier eine entspannte Defäkation gelingen? Gar nicht! Die Hose vom Boden holend, anziehen, raus, Meyer suchen. Ist weg, klar. Sie räumen das Geschirr weg, unsere Hinterlassenschaft, das Schlachtfeld, die zahlreichen toten Gerippe, säuberlich abgenagt.
    «Bis zun nächstem Male!»

Verbaler Abfall

—06.05.2010

Uni. Da lehnt sie sich wieder zu mir rüber und übermittelt mir verbal irgendeine irrelevante Information, die mich nicht interessiert, die an mein Ohr dringt, in mein Gehör, mein Gehirn. Worte und Sätze, nicht alles ergibt Sinn, nichts davon ist in irgendeiner Weise originell oder wichtig, es ist überflüssiges Geplapper, Angeberei, grober Dreck. Wie’s mir das Gehirn zumüllt: immer mehr wird reingepumpt, bald geht da was kaputt, reißt auf, Hirnschlag und das war’s – gute Nacht!
Aber ich kann ja nicht einfach brüllen: «Jetzt halt mal den Rand, mir doch scheißegal, mit wem du wie lange ein Verhältnis hattest, wer nun wen heiratet und was weiß ich nicht alles!» Will es auch gar nicht, stattdessen warte ich ab, bis sie fertig mit ihrer kleinen Erzählung ist und sage irgendwas – hoffend, dass es aufhört, das wieder Ruhe ist. Diese groteske Höflichkeit wieder.

Das ist alles so enttäuschend, ich will es doch gar nicht wissen

Unten treffe ich eine Kommilitonin, wir waren mal zusammen essen. Sie erzählte da von ihrem Urlaub: eine Reise durch Bolivien – mit ihrem Freund. Ich sprang auf und rief wie im Wahn, der Ofen sei noch an, das Bügeleisen, es wird alles in Flammen stehen, du musst das entschuldigen und mich gleich dazu, ich muss weg, war nett mit dir, aber versichert ist mein Haus nun auch nicht! Draußen erst mal eine geraucht und dann gefragt, wo denn hier der Ausgang ist.
Zurück in der Realität – unten – treffe ich sie nun wieder, an ihrer Seite ein kleiner bärtiger Typ, kaum größer als ich und ich bin schon klein, vielleicht gerade mal eins-achtzig. Die Mutanten gehen fast an die zwei-fünfzig, würde ich meinen. Dieser Mann nun, dieser Zwerg, ist vielleicht knapp einen Meter hoch.
    «Und das hier ist übrigens mein Freund», stellt sie den Gnom vor.
    «Das ist alles so enttäuschend, ich will es doch gar nicht wissen», murmelnd und gehend. Und die Tür geht so schwer auf, man muss sich regelrecht mit dem ganzen Körper gegenstemmen, um das Scheißding in Bewegung zu setzen. Drücken. Und raus.

Kulinarische Ansprüche

—04.05.2010

Ich habe keine hohen kulinarischen Ansprüche, nun wirklich nicht, man kann mich hin und wieder bei McDonald’s antreffen, McChicken mampfend, McNuggets kauend. Und das schmeckt alles nicht nach Hühnchen, eher nach nichts oder nach etwas ganz merkwürdigem, undefinierbarem. Aber die Sucht, sie treibt mich hin und wieder in die Arme dieser fiesen Großkonzerne, lässt mich sabbernd am Counter stehen, am Tresen, der Bedienung schnell und fordernd meine Wünsche ins Gesicht hustend. Was sie dann nicht versteht und elfmal nachfragen muss, was ich denn nun wollte und ich mir schon bescheuert vorkomme, zum zwölften Mal Sprite! zu brüllen.
    «Sprite! Nein, keine Cola, ich weiß, neun von zehn Leuten trinken Cola, ich aber nicht, verdammt, ich möchte gerne eine Sprite und keinen McChicken, nein, nein, die blöden McNuggets, genau die, mit Barbecue.»
    «Ach, Cola Light?»
Nach einer Weile haben wir es dann alle begriffen und ich kann meine Beute nach draußen tragen, noch ein bisschen darüber wundernd, wie teuer das bisschen Kram eigentlich ist, wenn man mal darüber nachdenkt und sich doch mal bemüht – auch aus nostalgischen Gründen – in D-Mark umzurechnen, wie ein tattriger Senior es sicherlich täte, dann vielleicht noch in Reichsmark. (Umgerechnet und flationsbereinigt etwa elftrilliarden RM entsprechend.)
Draußen dann stehen Tische aus Plastik, sie sind mit einer Holztexur bedruckt und man hält diese Tische zumindest aus der Ferne für Holztische, die man in Brand setzen könnte. Da sitze ich und esse. Mir gegenüber, am Nebentisch, ein Fremder, ein Freak, ein merkwürdiger Typ mit komischen Augen, mit Hackfresse, mit fünf Burgern auf dem Plastiktablett. Und er glotzt mich an, der Mann, unentwegt. Oder auch nicht, was weiß ich, ich will das eigentlich auch gar nicht erzählen. Hier ist was außer Kontrolle geraten, tut mir leid, war jetzt nicht so toll, aber es ist spät und all das [...]